06.03.2026
HWK und IHK fordern stärkere Investitionen in die Infrastruktur von Berufsschulen
Die teilweise Sperrung der Anni-Albers-Schule in Frankfurt am Main aufgrund akuter Einsturzgefahr in der vergangenen Woche gibt aus Sicht von Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK) und Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main Anlass zu Sorge. Eine qualitativ hochwertige berufliche Bildung braucht sichere und verlässliche Lernorte, so die beiden Kammern.
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(Frankfurt, 06.03.2026) „Der Vorfall an der Anni-Albers-Schule ist nur ein Beispiel dafür, dass die Infrastruktur vieler berufsbildender Schulen dringend modernisiert werden muss und das gilt nicht nur für Frankfurt“, erklärt HWK-Geschäftsführer Florian Schöll. „Eine qualitativ hochwertige berufliche Bildung braucht sichere, zeitgemäße Lernorte. Wenn Schulgebäude nicht mehr verlässlich genutzt werden können, gefährdet das die Ausbildung unserer Fachkräfte von morgen. Moderne Werkstätten und Unterrichtsräume sind eine Grundvoraussetzung, um Auszubildende optimal auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Marode Gebäude und kurzfristige Unterrichtsausfälle erschweren nicht nur den Lernfortschritt, sondern stellten auch eine Belastung für unsere Ausbildungsbetriebe dar.“
Die Kammern fordern mit Blick auf die hessischen Kommunalwahlen, Investitionen in die Sanierung und Modernisierung beruflicher Schulen konsequent zu priorisieren. „Wer über Fachkräftesicherung spricht, sollte auch über die Rahmenbedingungen sprechen. Investitionen in die berufliche Bildung sind Investitionen in die wirtschaftliche Zukunft unserer Region“, so IHK-Geschäftsführerin Dr. Brigitte Scheuerle. Schließlich drücken zeitgemäß ausgestattete und funktionierende Gebäude Wertschätzung gegenüber dem Bildungsweg duale Berufsausbildung aus, für den sich deutlich mehr junge Menschen nach Ansicht der Kammern entscheiden sollten. Somit tragen Schulträger wesentlich zur Attraktivitätssteigerung bei.
Über die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist als Körperschaft öffentlichen Rechts erste Ansprechpartnerin für mehr als 33.000 Handwerksbetriebe mit rund 160.000 Beschäftigten und rund 9.000 Auszubildenden in der Metropolregion Rhein-Main (Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus, Groß-Gerau, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwald sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach). Als „Wirtschaftsmacht von Nebenan“ generierten die Mitgliedsbetriebe der Kammer einen Umsatz in Höhe von 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Zu den Kernaufgaben der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zählen neben Aspekten der hoheitlichen Selbstverwaltung des Handwerks - wie etwa Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle - auch berufliche Bildungsangebote, Nachwuchskräfteförderung und vielfältige Beratungsangebote für Betriebsinhaber, wie beispielsweise zu Themen der Betriebsübergabe an nachfolgende Generationen. Als Botschafter des Handwerks zählt auch die Interessensvertretung auf regionaler, Bundes- sowie EU-Ebene zu den Aufgaben der Handwerkskammer. www.handwerkskammer-rhein-main.de